Softwarearchitektur hatte schon immer ein Problem: Viele wichtige Entscheidungen, Guidelines und Best Practices existieren irgendwo. In Dokumenten, in Meetings, in Köpfen erfahrener Entwickler:innen. Aber im Alltag werden sie oft nicht konsequent genutzt. Neue Teammitglieder finden sie schwer. Teams vergessen sie. Architekturentscheidungen werden diskutiert, aber nicht sauber festgehalten. Und Architektur-Reviews über große Codebasen oder viele Repositories hinweg sind aufwendig, langsam und oft nur stichprobenartig möglich.
In dieser Session zeige ich anhand konkreter Beispiele, wie KI den Einfluss von Softwarearchitektur verändert: Wie bestehende Dokumentation und Guidelines wieder wertvoll werden. Wie Agenten Architekturentwürfe kritisch hinterfragen können. Wie Architekturentscheidungen schneller und nachhaltiger dokumentiert werden. Wie Architekturwissen in wiederverwendbare Agenten-Skills überführt werden kann. Und wie sich mit KI spezialisierte Tools bauen lassen, die Architekturfragen beantworten, für die es vorher kein fertiges Tooling gab.
Es geht nicht darum, Architekturverantwortung an KI abzugeben. Im Gegenteil: Gerade durch KI wird klarer, welche Entscheidungen, Leitplanken und Qualitätsmaßstäbe wir als Architekt:innen bewusst formulieren müssen. Wer KI sinnvoll nutzen will, muss Architekturwissen explizit machen.